Wirkungskommunikation — Klassik Stiftung Weimar

Data Storytelling und strategische Ergebniskommunikation.

Wirkungskommunikation — Klassik Stiftung Weimar

Die Herausforderung

Viele Institutionen verfügen heute über Berichte, Kennzahlen und Datenpunkte. Schwieriger ist oft etwas anderes: daraus eine Kommunikation zu entwickeln, die strategisch klar ist, Prioritäten sichtbar macht und Wirkung verständlich erzählt. Genau an dieser Schnittstelle von Wirkung, Daten und Kommunikation haben wir mit der Klassik Stiftung Weimar gearbeitet. Die Herausforderung bestand darin, Daten nicht nur als Reporting-Material zu behandeln, sondern sie in einen größeren Zusammenhang von Orientierung, Sinn und institutioneller Verständigung zu stellen.

Unser Ansatz

Unser Ansatz war ein interdisziplinäres Workshop-Setting mit Kolleg*innen aus Strategie und Audience Development. Gemeinsam haben wir bestehende Berichtsstrukturen betrachtet, internationale Best-Practice-Beispiele diskutiert und die Frage geschärft, wie Wirkungskommunikation über klassisches Reporting hinausgehen kann. Im Zentrum stand für uns, Daten nicht isoliert zu lesen, sondern sie mit strategischer Kommunikation, institutioneller Praxis und der Frage nach Resonanz zu verbinden.

Besonders wichtig war uns dabei der Blick auf die frühe Phase der Customer Journey: auf Inspiration, Interesse und die ersten Berührungspunkte mit einer Institution. Gerade dort entscheidet sich oft, ob Kommunikation hängen bleibt oder folgenlos verpufft. Wirkung musste deshalb für uns ganzheitlich gedacht werden - in der Verbindung von Forschung, Audience Development, Kommunikation und strategischer Ausrichtung.

Die Lösung

Für die Klassik Stiftung Weimar haben wir ein Data Storytelling Canvas und ein Resonanzradar entwickelt. Das Data Storytelling Canvas half dabei, Datenpunkte nicht als statische Informationen zu verstehen, sondern sie mit strategischer Kommunikation zu verbinden: Welche Geschichte erzählen die Daten? Welche Bilder entstehen daraus? Und wie lassen sich diese Erkenntnisse an die eigene Arbeit vor Ort zurückbinden? So wurden Zahlen zu einem Ausgangspunkt für narrative Klarheit und institutionelle Selbstverständigung.

Das Resonanzradar diente dazu, Aktivitäten genauer anzuschauen, zu ordnen und im Hinblick auf ihre Wirkung und kommunikative Anschlussfähigkeit zu konzipieren. Beide Instrumente waren bewusst individuell auf die Stiftung zugeschnitten. Gerade darin zeigt sich unsere Arbeitsweise: nicht mit Standardlösungen zu kommen, sondern Werkzeuge zu entwickeln, die Komplexität handhabbar machen und gleichzeitig vor Ort anschlussfähig bleiben.

Wirkung & Transfer

Der Workshop war ein Showcase für unseren Ansatz, Audience Development, Wirkungsanalyse, Datenaufbereitung und strategische Kommunikation zusammenzuführen. Er zeigt, dass Wirkung nicht erst am Ende eines Prozesses gemessen werden sollte, sondern schon in der Art beginnt, wie eine Institution ihre Ziele, Bilder und Prioritäten kommuniziert. Besonders wichtig war für uns die Erkenntnis, dass Daten dann stark werden, wenn sie nicht nur dokumentieren, sondern Orientierung stiften.

Das Projekt macht damit sichtbar, worin unsere Stärke liegt: in der Entwicklung individueller Formate, die Forschung, Strategie und Kommunikation nicht nebeneinanderstellen, sondern produktiv verbinden. Das Data Storytelling Canvas und das Resonanzradar können deshalb auch über den konkreten Workshop hinaus als Beispiele für unsere Arbeitsweise verstanden werden.

Weitere Publikationen

Building the Lab

Neue Wissensarbeit entsteht nicht am Reißbrett. Wir testen Methoden, Technologien und Formate in realen Projekten – und entwickeln daraus das CPL weiter.