KI · Evaluation

KI in der kulturpolitischen Evaluation: Chancen und Grenzen

Wie kann KI die Evaluation kulturpolitischer Programme sinnvoll unterstützen? Ein Überblick über aktuelle Ansätze, Potenziale und notwendige Leitplanken.

Februar 2026 · Christian Steinau · Cultural Policy Lab

Warum KI in der Evaluation?

Kulturpolitische Evaluation steht vor einem Dilemma: Die Programme werden komplexer, die Wirkungsketten länger, die Datenmengen größer — aber die Ressourcen für systematische Analyse wachsen nicht mit. Hier kann Künstliche Intelligenz ansetzen.

KI-gestützte Werkzeuge können dabei helfen, große Textkorpora zu analysieren, Muster in Förderdaten zu erkennen und Wirkungsindikatoren systematisch auszuwerten. Doch der Einsatz erfordert klare methodische Leitplanken.

Wo KI bereits wirkt

In der Praxis zeigen sich drei besonders vielversprechende Einsatzfelder:

  • Textanalyse und Sentimentanalyse: Automatisierte Auswertung von Feedbackdaten, Presseberichten und Selbstevaluationen
  • Mustererkennung in Förderdaten: Identifikation von Fördertrends, regionalen Disparitäten und Programmeffekten
  • Visualisierung komplexer Zusammenhänge: KI-gestützte Erstellung von Wissensgraphen und Netzwerkdarstellungen

Grenzen und Leitplanken

Der Einsatz von KI in der Evaluation ist kein Selbstzweck. Drei Prinzipien sind entscheidend:

  • Transparenz: Jeder KI-gestützte Analyseschritt muss dokumentiert und nachvollziehbar sein
  • Kontextwissen: KI-Ergebnisse müssen immer von Expertinnen und Experten interpretiert werden
  • Datensouveränität: Sensible Förderdaten dürfen nicht in Cloud-Dienste fließen, ohne dass die Datenhoheit gewahrt bleibt

Ausblick

Die Integration von KI in kulturpolitische Evaluation steht noch am Anfang. Aber die Werkzeuge sind da — und die Fragen drängend genug, um jetzt mit dem Experimentieren zu beginnen. Entscheidend ist, dass wir die Technologie kritisch und methodisch reflektiert einsetzen.

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